Inn von Mötz bis Pfaffenhofen


Jänner 2020. Als wir am 11. Jänner 2020 bei wahrscheinlich noch Minusgraden ins Auto stiegen, war ich mir nicht ganz sicher, ob das die allerbeste Idee ist. Aber wir haben das so ausgemacht und schon bei der Autofahrt wichen auch alle Zweifel der Vorfreude. Es war zwar nicht so sonnig wie wir geplant hätten, eher noch hochnebelig, aber wir waren guter Dinge. Mit dabei waren Mario & Maria, meine Wenigkeit (Christian) und Andi – ein Freund von mir – der spontan beschlossen hat uns zu begleiten und das erste mal am Wasser war. In Mötz wärmten wir uns auf, indem wir die Schlauchboote voll Luft pumpten und auch Mario und Maria, die schon etwas früher da waren, waren komplett unbeeindruckt von der Kälte. Dies lag sicherlich an ihren brandneuen Trockenanzügen und der grundsätzlich guten Laune die uns alle gepackt hat.

Vom ersten Paddelschlag an war mir klar, dass es ein super Tag werden wird. Das Wasser war extrem schön tiefgrün, und der Pegel von 150cm (Telfs Fußgängersteg) war auch eher sanft, sodass der Inn nicht allzu arg gezogen hat. Es gab ein paar unaufdringliche Steine zum ausweichen, gutmütige Kehrwässer, und hie und da erfreuten wir uns an kleinen Schwällen, die alles noch kurzweiliger machten. Nach kurzer Zeit, gleich hinter der Fußgänger-Hängebrücke, legten wir linksufrig an, um einen Abstecher zum Wasserfall zu machen.Da die Sonne gerade durch den Hochnebel gebrochen ist, haben wir dann beschlossen unsere Grillerei auch gleich hier zu veranstalten.So sind wir dann wohl 4 Stunden ums Feuer gesessen und haben herzhaft Gegrilltes gefuttert und die frühlingshafte Stimmung genossen, bis uns aufgefallen ist, dass die Sonne schon recht tief stand.

Also zurück in die Trocken- und Neoprenanzüge und ab die Post.
Ein paar lustige Schwälle und Wellen später erreichten wir nach einer knappen Stunde Telfs, wo wir direkt rechts unter dem Fußgängersteg ausgestiegen sind. Von dort waren es nur 3 Minuten zu den Autos und so fuhren wir glücklich und zufrieden mit dem tollen Tag bei Anbruch der Dunkelheit wieder nach Hause.Es war bestimmt nicht der letzte Ausflug dieser Art. Obwohl die Höchsttemperaturen wohl nur so um die 5° C lagen, war es auf der Kiesbank in der Sonne sehr angenehm und durch das Feuer auch pullovertauglich. Meine absolute Empfehlung bei ähnlichen Bedingungen aufs Wasser zu gehen.
Allerdings ist eine vernünftige Ausrüstung (Trockenanzug oder kaltwassertauglicher Neoprenanzug) unbedingt notwendig, da das Wasser mit unbarmherzigen 2° C im Falle einer ungeplanten Schwimmeinlage aus dem Vergnügen sonst schnell eine Notsituation machen würde.

Ein Video dieser Ausfahrt findet ihr auf unserem Youtube Kanal.

Text, Fotos, Video: Christian

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