Risikoabschätzung


Wir unterscheiden 4 Risikoszenarien bei Paddeltouren. Dieser Kriterienkatalog ist ein wichtiges Werkzeug für die Planung von Ausfahrten und kann auch jedem Vereinsmitglied bei der persönlichen Entscheidungsfindung an einer Tour teilzunehmen hilfreich sein.

A:
Kenterwahrscheinlichkeit: gering
Folgen: harmlos
z.B. Loisach. Alles ist möglich. Jeder mit jedem, Kinder, Hunde, Meerschweinchen, was immer.
Ab gehts!
B:
Kenterwahrscheinlichkeit: hoch
Folgen: harmlos
z.B. Obere Isar. Ausrüstung kontrollieren. Auftriebskörper bei Neulingen, trockene Kleidung, evtl Neopren.
Harmonische Bootsbesatzungen zusammenstellen. Letztes Boot ist Sicherheitsboot.
C:
Kenterwahrscheinlichkeit: gering
Folgen: gefährlich
z.B. Winterfahrten, Hochwasser. Wie oben, zusätzlich: nicht allein fahren – mehrere Boote, die als Gruppe zusammenbleiben. Wurfsäcke. Neulinge nur mit einem Erfahrenen.
D:
Kenterwahrscheinlichkeit: hoch
Folgen: gefährlich
Genau genommen fahren wir sowas nicht. Am ehesten Entenlochklamm.
Wie oben, aber die Fähigkeiten der Teilnehmer müssen realistisch beurteilt werden, eventuell können nicht alle mit.

 

Wenn was passiert kommt das Schifffahrtsgesetz zum tragen. Das geht davon aus dass es einen Bootsführer gibt, der allein verantwortlich ist. Der Käptn sozusagen, auch in einem Kanu. Im Normalfall wird davon ausgegangen dass das der Hintermann ist.

Kinder, die paddeln können, fahren in der Regel vorn. Dem Hintermann muss klar sein, dass ein Kind weniger Kraft hat als ein Erwachsener, und dass er das ausgleichen muss. Ein Kind, das nicht paddeln kann, kann in der Mitte mitfahren, ist dann aber eher ein Gepäckstück, dass das Boot schwerer und unbeweglicher macht.

Der Bootsführer muss unter den jeweiligen Bedingungen entscheiden ob er sich das zutraut oder nicht.
 

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